Lesungen und Literatur-Events im September in Berlin

Highlight im September ist mit Sicherheit das Internationale Literaturfestival Berlin. Wie jedes Jahr legt auch die neueste Ausgabe des ilb wieder viel Wert auf Internationalität: Rund 150 Autoren, Poeten und Lyriker aus allen Teilen der Welt sind zu Gast. Insgesamt 180 Veranstaltungen stehen an den elf Tagen auf dem Programm und dürften auch hartgesottene Literaturliebhaber zufriedenstellen. Am 14. September liest Bestsellerautorin Charlotte Roche aus Ihrem neuen Werk „Schoßgebete“. In dem Buch thematisiert die Autorin das Sexleben in der Ehe und verarbeitet ein schweren Schicksalsschlag, der ihr Leben auf einen Schlag verändert hat. Krimi-Fans dürfen sich auf einen Star unter den Krimiautoren freuen: Patricia Cornwell kommt am 9. September in das Haus der Berliner Festspiele und hat einen neuen Kay Scarpetta Roman im Gepäck. Die Forensikerin ist einem Mörder aus den eigenen Reihen auf der Spur. Zu guter Letzt macht auch Norbert Blüm einen Abstecher nach Berlin. Am 14. September stattet er dem Berliner Kurier einen Besuch ab und liest dort aus seinem Buch. Darin kritisiert der ehemalige Spitzenpolitiker und gelernte Werkzeugmacher den Finanzkapitalismus und plädiert für eine Rückkehr zu ehrlicher Arbeit.

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Lesungen und Literatur-Events im Juli & August in Berlin

Los geht’s mit dem Jakarta-Berlin Arts Festival. Das Programm reicht von Musik, Tanz und Theater bis hin zu Film und Literatur. Am 1. Juli lesen dort Berliner Autoren gemeinsam mit ihren Kollegen aus der indonesischen Hauptstadt. Ende Juli wartet dann ein echter Leckerbissen auf euch. Martin Walser liest im literarischen colloquium berlin aus seinem neuen Buch „Muttersohn“. Der Roman erzählt die fiktive Geschichte von Krankenpfleger Percy, der aufgrund von Erzählungen seiner Mutter, fest davon überzeugt ist, keinen leiblichen Vater zu haben. Am 18. August ist der gebürtige Hauptstädter Jan Peter Bremer im Literatursalon Britta Gansebohm zu Gast und gibt etwas aus seinem neuen Roman „Der amerikanische Investor“ zum Besten. Dieser handelt von einem Schriftsteller, der sowohl mit einer Schreibblockade als auch mit seiner aktuellen Lebenssituation zu kämpfen hat. Im SPREElacART stellen Sabine Weinspach, Ernst Michael Schwarz und Rainer Pic die Anthologie „Leseblüten Über Grenzen 2011 – Spezial 50 Jahre Mauerbau“ vor. Das Buch enthält eine Sammlung teils fiktiver, teils realer Kurzgeschichten und bietet 50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer einen Einblick in den Alltag der Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Ende August macht Rocko Schamoni den Festsaal Kreuzberg unsicher und bringt einen alten Bekannten mit: Michael Sonntag, Romanheld aus „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“, ist zurück und spielt auch in Schamonis neuem Buch „Tag der geschlossenen Tür“ die Hauptrolle.

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Lesungen im Mai

Auch im Mai stehen wieder eine ganze Reihe interessanter Lesungen in unserer geliebten Hauptstadt an. Den Anfang macht Beate Teresa Hanika mit ihrem Jugend-Roman „Nirgendwo in Berlin“. Zwei weitere Highlights folgen nur wenige Tage später: Grimme-Preisträger Jörg Thadeusz liest aus seinem neuen Buch „Die Sopranistin“ und Sven Regener, vielen bekannt als Autor der erfolgreichen „Herr Lehmann“-Trilogie, bietet in „Meine Jahre mit Hamburg-Heiner. Logbücher“ einen Einblick in sein Dasein als Blogger für Spiegel und taz, den Standard sowie die Website seiner Band Elements of Crime. Außerdem stellt ein waschechter Berliner seine Autobiografie vor: Sternekoch Tim Raue erzählt, wie er es vom Gangmitglied zum Besitzer eines Edelrestaurants gebracht hat. Weiterlesen

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Lesungen und Literatur-Events im März & April in Berlin

Es grünt so grün… der Frühling kommt – langsam – aber er kommt. Und passend dazu gibt sich die Literaturszene in Berlin im März und April kindlich, fröhlich und weltoffen. Für Kinder von 4 bis 11 Jahren gibt es derzeit eine Erlebnis-Ausstellung, die mitten in die fantastischen Welten von Cornelia Funke führt: „Frische Tinte – Reckless und was davor geschah“. David Sedaris erkennt treffend, dass das Leben kein Streichelzoo ist und das Türkische Literaturfestival gibt Einblicke in eine so nahe und doch exotische Kultur. Im April machen Deutschlands beste Krimiautoren die Hauptstadt unsicher. Ganz unter dem Motto: 16 Autoren. 38 Tote. Eine Stadt. Wie Integration auf höchst amüsante funktioniert, dafür ist U.S.-Amerikanerin Gayle Tufts ein komödiantischer Beweis. Sie kommt mit einer ganz besonderen Leseperformance zu den Wühlmäusen nach Berlin… Weiterlesen

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Nagel: Was kostet die Welt

Was die Welt wohl so kostet haben schon viele gefragt. Doch wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, wird schnell klar, dass nicht irgendein weiterer Philosoph sich dieser Sache annehmen will. Erstes Indiz: Unten rechts erblickt der Betrachter das Verlagslogo des Heyne Verlags- „Heyne Hardcore“ steht da. Zweites Indiz ist der Autor selbst: Nagel – ehemals Muff Potter-Vorsinger und bereits mit „Wo die wilden Maden graben“ 2007 als Literat in Erscheinung und auf die Lesebühnen getreten. Und wer dachte, dass der Erstlings-Blätterwald nur eine Laune von Herrn Nagelschmidt war, wird nun eines Besseren belehrt.
Nun aber Kommando zurück, denn Nagel widmet sich der Titelthematik „Was kostet die Welt“ eigentlich gar nicht explizit. Das ist aber kein Grund, enttäuscht zu sein. Genauso sollte die Leserschaft nicht erwarten, dass man sich als Muff-Potter-Nostalgiker wohlfühlend in einen Musikroman stürzt. Weiterlesen

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Lesungen im Januar & Februar

Weihnachten ist vorbei und alle von euch haben hoffentlich einen neuen, großen Stapel frisch nach Druckerpresse duftende Bücher auf dem noch unaufgeräumten Gabentisch liegen. Wer sich in seinem Weihnachtsurlaub dann ausgiebig an literarischen Ergüssen gelabt hat, zum x-ten Mal „Sinn und Sinnlichkeit“ oder „Herr der Ringe“ gelesen hat, darf sich sich im Januar auf frischen Wind freuen: Mit Axel Hacke und Max Goldt sind dann auch gleich zwei Autoren zu Gast in Berlin, die dem Silvestergelalle ein Ende setzen und wieder Disziplin und Ordnung in den deutschen Sprachdschungel bringen. Ebenfalls Dieter Moor ist eloquent unterwegs – allerdings in Sachen Vorurteile und Integration… Weiterlesen

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Reinhard Kleist: CASH – I see a darkness

Ganz schick sieht er ja aus – der mattschwarze Einband auf dessen Front vier große rote Letter prangen: CASH mit einer Silhouette des wohl bekanntesten Countrysängers aller Zeiten. Bei Reinhard Kleists „CASH – I see a darkness“ handelt es sich um eine Biografie über Johnny Cash und das besondere daran ist, dass die Lebensgeschichte des Musikers in ausdrucksstarken schwarz-weiß Bildern erzählt wird. In der Graphic Novel werden wichtige Ereignisse geschildert, die Johnny Cash prägten und zu dem machten, was er war – ein begnadeter Musiker. Dabei ist der Fokus auf die düstere Seite gerichtet, wie der Buchtitel vermuten lässt. Der Leser lernt Johnny Cash, den Rock’n’Roller, samt seiner Abstürze durch Drogen kennen. Die patriotische Seite und den christlichen Lebensabschnitt erspart uns Reinhard Kleist. Weiterlesen

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